
Grein:
Sehr interessant ist das Stadttheater. Ursprünglich war das Gebäude ein Getreidespeicher. Wurde 1791 umgebaut um den Schiffsleuten etwas Abwechslung zu bieten.
Es zählt zu den ältesten Schauspielhäuser Österreichs. Die Sitzreihen verfügen über Sperrsitze im wahrsten Sinne des Wortes. Jeder angesehener Bürger hatte seinen Stammsitz und konnte seinen Klappstuhl mit einem Schlüssel absperren.
Die Insel Wörth war Anlaß zum Ausruhen.
Nächste Station war die Schleuse des DOKW Persenbeug:
Da bereits ein Motorschiff der DDSG in der Schleuse auf uns wartete, wollten wir durch zusätzliches Rudern die Einfahrt beschleunigen. Dabei ist uns eine Ruderpinne gebrochen.
In der Ybbser Scheide haben wir in einer kleinen Bucht angehalten.
Oberhalb der Bucht sind wir in einem gemütlichen Landgasthof zum Abendessen gegangen. Da hat sich folgende Geschichte zugetragen:
Zwei ältere Herren unterhielten sich über 400m- und 1000m Lauf, den einer von beiden in jungen Jahren anscheinend bestritten hatte. Nach längerem hin und her und durch den guten Wachauer Wein motiviert, entschlossen sie sich einen Wettlauf durchzuführen.
Der Wettlauf ging allerdings nur über einer Distanz von höchstens 20m, weil einer der beiden zu Boden gestürzt ist.
Der Zweite ist die Distanz in relativer Rekordzeit gelaufen, weil er von einem Hund, der ihm zuletzt noch die Hose zeriss, verfolgt wurde.
Es war eine ruhige Nacht und wir hatten gut geschlafen. Jedoch mußten wir unser Dach ( Folie ) herunterlassen um uns vor den Gelsen (Stechmücken) zu schützen.
In dieser Ansicht konnte unsere C93 leicht mit einer verschnürten Schuhschachtel verwechselt werden. Siehe Bild.




Nächste Ort war Pöchlarn.
Sicher ist, dass Luitpold, der erste Babenberger, hier residierte, bevor er nach Melk umzog.
Dies allein kennzeichnet bereits recht deutlich die wichtige Stellung, die Pöchlarn im Mittelalter innehatte.
Dazu kam, dass sie auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein Zentrum war.
Einer der wichtigsten Warenumschlagplätze an der Donau für Wein und Eisenprodukte. Letztere kamen vom steirischen Erzberg über Lunz nach Pöchlarn.
Gleichzeitig versorgte die Stadt im Rahmen eines Gauhandelsverbandes ihr Hinterland.
Die "Eisenwurzen" (Gebiet zwischen Scheibbs und Weidhofen a.d. Ybbs.)
Melk Fluß 2034 ;war die nächste Station. Die ersten Ansiedelungen entstanden aufgrund eines Donauüberganges; das slawische "Medilica" (von dem sich Melk herleitet).
Im Mittelalter wurde auch in Melk schwunghafter Handel mit Salz (natürlich aus Hallein), Wein und Eisen betrieben. 1227 wurde Melk zum Markt erhoben.
Das Stift Melk aus dem 10. Jhd. ist als Stift mit den 1000 Fenstern bekannt. Als Besonderheit wird auf die Bibliothek mit ca. 85 000 Bänden, 2000 Handschriften und 850 Inkunabeln (Drucke aus der Zeit vor 1500) hingewiesen.
Außerdem ist eine reichhaltige Sammlung von barocker Buchkunst vorhanden.
Im Campingplatz von Melk haben wir nach vier Tagen wieder einmal geduscht und uns "salonfähig" gemacht.
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Als nächstes sind wir bei der Ruine Aagstein vorbeigefahren. Siehe Bild.
Hier lebten unter anderen die Herren von Kuenring, ein sehr einflußreiches Geschlecht (12. Jhd. bis 1335). Sie hatten des öfteren eine illegale "Maut" von den auf der Donau vorbeifahrenden Schiffen eingehoben.
Nach dem Aussterben der Kuenringer ging die verfallene Burg durch mehrere Hände, bis sie 1429 Georg Scheck übernahm. Dieser begann unverzüglich mit dem Wiederaufbau.1438 erhielt er das Mautrecht für alle donauaufwärtsfahrenden Schiffe.
Hinweis: 1996 wurde in Österreich die Autobahnmaut eingeführt. (Vielleicht am Beispiel der Kuenringer).
Vorbei an Spitz. Die von Weinbergen umgebene, im Mittelpunkt der Wachau liegende Ortschaft hat eine spätgotische Pfarrkirche aus dem 15. Jhd. Der barocke Hochaltar und das Altarbild stammen vom "Kremser Schmidt", der nicht nur wegen der Weinmarke bekannt ist.
Anschließend sind wir nach Weißenkirchen gekommen. Sehenswert ist die auf einer Anhöhe gelegene und von einer Wehrmauer umgebene Pfarrkirche. Übrigens ist hier die Donau 320m breit.
Bis zu ihrem Ursprung im Schwarzwald sind es 874km, bis zur Mündung im schwarzen Meer noch 2013km. Bis Belgrad, unser Ziel, noch 854km.
DOKW Rossatz 7.47m Stauhöhe.
Dürnstein.
Ein Ereignis, dass Dürnstein bereits im 12. Jhd. weit über unsere Landesgrenzen bekannt machte, war die Gefangennahme von König Richard Löwenherz von England.
Die Herren von Dürnstein waren damals auch die Kuenringer.
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In Korneuburg sind wir an der Schiffswerft vorbeigefahren.
Anschließend haben wir die Stadt Korneuburg erreicht. Die in kürzester Entfernung ca. 7 km nördlich des Wiener Stadtrand liegende Stadtgemeinde Klosterneuburg ( 23 000 Einwohner) besteht u.a. aus zwei größeren Orten.
Dem nördlichen Kierling und dem südlichen Weidling, die schon unter den Römern als Asturis eine bedeutende Ansiedlung war.
Klosterneuburg ist durch sein Augustiner-Chorherrnstift berühmt. Dieses wird als das bedeutenste unter den österreichischen Stiften angesehen, weil es auch seit jeher beim Herrscherhaus eine bevorzugte Stellung hatte.
DOKW Klosteneuburg, Stauhöhe 10,06m.
Um 8:05 sind wir in Wien angekommen. Über Wien hier eine Beschreibung zu machen, möchte ich nicht einmal versuchen, weil über diese Stadt gibt es genug Literatur.